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Badran, Fichter, Franzen, Feusi, Sonntagszeitungen: Der Jourtag 26 bietet grosse Namen und noch grössere Themen

Am Donnerstag, 19. November, lädt der Verein Qualität im Journalismus (QuaJou) zum Journalismustag 2026. Neben dem attraktiven Programm ist es den Organisatoren ein Anliegen, auch genügend Raum für den Austausch innerhalb der Branche zu ermöglichen. Wem das schon genug Information ist, der kann sich HIER direkt zur Teilnahme anmelden.

Für alle anderen gibt es hier den Teaser für den Anlass:

Vor dem eigentlichen Anlass gibt es die traditionelle Netzwerksuppe, wo ein lockerer Austausch möglich ist. Das Programm beginnt mit der Zürcher Nationalrätin Jacqueline Badran, die berichtet, was sie vom aktuellen Zustand der Schweizer Medien hält (Spoiler: Es gibt Hinweise darauf, dass es nicht allzu viel ist). Im Interview mit Marco Schnurrenberger (SRF) erklärt sie dann auch noch, was genau sie damit gemeint hat.

Anschliessend müssen sich Besucherinnen und Besucher entscheiden, denn es finden jeweils zwei Panels gleichzeitig statt.

Im ersten Slot gibt es die Wahl zwischen den Jungen Anna Nüesch (JJS), Jenny Kitzka (Youmedia) sowie Aylin Erol (Watson) und der Frage, ob es beim Bund zu viele Kommunikationsleute gibt. Dort diskutieren unter der Moderation von Sandro Brotz (SRF) unter anderen Dominik Feusi (Nebelspalter), Sabine Gorgé (SRF), Adrian Grob (Eidgenössische Steuerverwaltung) und Christoph Nufer (Dynamics).

Nach einer Netzwerk-Pause gibt es die Wahl zwischen einem journalistischen Blick aus ländlichen Regionen, bei dem Sebastian Dürst (Glarner Nachrichten) mit Lena Berger (CH Media) und Susanne Lebrument (Somedia) diskutiert – oder einem Workshop mit Christof Franzen (SRF) und Adrienne Fichter (Republik). Die beiden erzählen, wie sie bei ihrer journalistischen Arbeit ans Ziel kommen.

Im nächsten Zeitslot fragt Urs Bühler (NZZ am Sonntag) nach, ob der Kulturjournalismus auf Abwegen ist: Die Kulturbranche klagt, ihr Angebot werde in den Medien immer weniger gespiegelt. Interessieren allgemeine gesellschaftliche Phänomene die Leserschaft wirklich mehr als einzelne Anlässe? Wie sieht eine zeitgemässe Kulturberichterstattung aus, und welche Rolle sollen Medien künftig bei der Kulturvermittlung spielen? Seine Gesprächspartner sind unter anderen Rico Bandle (NZZ) und Christian Berzins (CH Media). Parallel stellt Silke Fürst mit Samuel Schlaefli ein neues KI-Tool vor, das die Suche nach Expert:innen erleichtert.

Im letzen geteilten Slot geht es zum einen um Deepfakes: KI-generierte Bilder, Videos und Stimmen werden immer realistischer und damit schwieriger zu erkennen. Was bedeutet das für den Journalismus und für eine Gesellschaft, in der wir unseren Augen und Ohren nicht mehr vorbehaltlos trauen können? Jan Ludwig, Leiter Osint bei der NZZ, zeigt anhand konkreter Fälle, wie Deepfakes und manipulierte Inhalte entlarvt werden können. Ausserdem ordnet Patric Raemy (Universität Fribourg) ein, wo die ethischen Grenzen im Journalismus betreffend Einsatz/Integration von Deepfakes für Nachrichten liegen. Parallel dazu geht es um „Creator Jouralismus“: Journalistinnen und Journalisten brauchen heute nicht mehr zwingend eine Redaktion im Rücken, um ein Publikum zu erreichen. Sie machen nicht zuletzt ihre Persönlichkeit zum Teil ihres journalistischen Produktes. Ist das die Zukunft des Journalismus? Darüber diskutieren wir mit Kerstin Hasse (Tages-Anzeiger), Carmen Koch (ZHAW) und Flavien Gousset (Creator).

Zum Abschluss treffen sich die Teilnehmenden wieder im Plenarsaal für eine Elefantenrunde: Beat Balzli (NZZ am Sonntag), Reza Rafi (Sonntagsblick), Doris Kleck (CH Media) und Arthur Rutishauser (Sonntagszeitung) diskutieren mit Reto Vogt (MAZ) über die Zukunft des einstigen Erfolgsprodukts „Sonntagszeitung“.

Jetzt überzeugt vom Programm? Dann gehts HIER zur Anmeldung!

Das Programm im Detail:

12.00 bis 13.00Netzwerksuppe
13.00 bis 13.05Begrüssung durch Präsidium und Programmleitung    
13.05 bis 13.20  Aktueller Zustand, Unabhängigkeit und Qualität der Medien: Ein Blick von aussen mit Jacqueline Badran  
13.20 bis 13.30  Interview mit Jacqueline Badran, Moderation: Marco Schnurrenberger (SRF)
13.40 bis 14.30Junge für den Journalismus gewinnen – trotz Krise. Wie schaffen wir es, dass sich junge Talente trotz des ständigen Abbaus noch für eine Laufbahn im Journalismus entscheiden? Wie gelingt es uns, das Interesse junger Menschen für qualitativ guten Journalismus zu wecken – für den sie mittelfristig auch bereit sind, zu bezahlen? Was braucht es, damit guter Journalismus von Jungen und/oder für ein junges Publikum entsteht? Über all diese Fragen sprechen wir mit drei Frauen, die zu etabliert sind in der Branche, um sie ausschliesslich als Jungtalente zu bezeichnen.

Moderation: Larissa Rhyn (Tages-Anzeiger)
Mit: – Anna Nüesch (Tamedia) – Jenny Kitzka (Youmedia) – Aylin Erol (Watson)  
Der Bund beschäftigt über 60 Personen pro Departement im Bereich Kommunikation. Ist das zu viel? Ja, findet der Bundesrat. Er will bis 2029 insgesamt 25 Millionen bei der Öffentlichkeitsarbeit sparen. Das würde 60 Stellen weniger bedeuten. Ist das eine in finanzpolitisch schwierigen Zeiten notwendige Massnahme oder eine populistische Sparübung?

Moderation: Sandro Brotz (SRF)
Mit: – Dominik Feusi (Nebelspalter) – Christoph Nufer  (Dynamics) – Adrian Grob (ESTV) – Sabine Gorgé (SRF)
14.30 bis 15.00Netzwerk-Pause  
15.00  bis 15.35Journalismus auf dem Land Wenn man in der Schweiz von Lokaljournalismus hört, geht es meist um neue Online-Portale in den Städten. Tsüri, Bajour oder Hauptstadt sind in aller Munde. Aber es gibt auch noch einen Lokaljournalismus abseits der urbanen Zentren. Und in der Peripherie gibt es noch einmal ganz andere Herausforderungen – und Chancen – für guten Journalismus.

Moderation: Sebastian Dürst (Glarner Nachrichten)
Mit: – Lena Berger (CH Media / LZ) – Susanne Lebrument (Somedia)
Wie kann ein Journalist in Zeiten von Krieg und Zensur noch aus Russland berichten? Wie geht er auf Menschen zu, damit sie mit ihm reden? Und wie schafft er den Spagat zwischen unabhängiger Berichterstattung und Einhaltung strikter Regeln. Das erklärt der langjährige SRF-Russland-Korrespondent Christof Franzen im Workshop.

Mit: Christof Franzen (SRF)

Recherche bei Big Tech: Adrienne Fichter dokumentierte im Dezember 2025, wie der US-Datenanalyse-Konzern Palantir seit 2018 versuchte, Schweizer Bundesbehörden und die Armee als Kunden zu gewinnen und dabei von den betreffenden Stellen mehrfach abgewiesen wurde. Was braucht es für eine solche Recherche? Das erzählt die dreifache Recherche-Journalistin des Jahres (2020, 2021, 2024) im Workshop.

Mit: Adrienne Fichter (Republik)
15.40 bis 16.30Workshop: Wie KI hilft, die passende Expertise aus der Wissenschaft zu finden. Silke Fürst (Vorstand QuaJou, Science Media Center Germany) im Gespräch mit Samuel Schlaefli (Freischaffender Journalist und  Vorstandsmitglied des Schweizer Klub für Wissenschaftsjournalismus); Vorstellen und gemeinsames Testen eines neuen KI-Tools. Eine neue Studie landet auf dem Tisch oder ein Thema dominiert plötzlich die Debatte – und die Deadline drängt: Wer kann jetzt fundiert einordnen? Oft greifen Redaktionen dann auf die immer gleichen Stimmen zurück. Der Expert Explorer des gemeinnützigen Science Media Center Germany setzt hier an. Das KI-gestützte Tool durchsucht Millionen wissenschaftlicher Publikationen, schlägt Forschende aus dem DACH-Raum vor, die tatsächlich zum Thema arbeiten, und begründet, warum sie passen. Im Workshop stellen wir den Expert Explorer vor und testen ihn gemeinsam an aktuellen Fragen. Dabei diskutieren wir, was KI bei der Expert:innensuche leisten kann und wo die Grenzen liegen.

Moderation: Silke Fürst (QuaJou)
Mit: – Samuel Schlaefli
Kulturjournalismus auf Abwegen? Die Kulturbranche klagt, ihr Angebot werde in den Medien immer weniger gespiegelt. Interessieren allgemeine gesellschaftliche Phänomene die Leserschaft wirklich mehr als einzelne Anlässe? Wie sieht eine zeitgemässe Kulturberichterstattung aus, und welche Rolle sollen Medien künftig bei der Kulturvermittlung spielen?

Moderation: Urs Bühler U. a. mit: – Rico Bandle (Feuilletonchef NZZ) – Christian Berzins (Journalist CH Media)
16.40 bis 17.20Creator-Journalismus: Welche Rolle spielt er in der Medienwelt von morgen? Journalist:innen brauchen heute nicht mehr zwingend eine Redaktion im Rücken, um ein Publikum zu erreichen. Auf YouTube, TikTok und Instagram, über Podcasts oder eigene Newsletter bauen Creator-Journalist:innen direkte Beziehungen zu ihrer Community auf – und machen ihre Expertise, ihre Perspektive und nicht zuletzt ihre Persönlichkeit zum Teil ihres journalistischen Produkts. Ist das die Zukunft des Journalismus?

Mit: – Kerstin Hasse (Tages-Anzeiger) – Dr. Carmen Koch (ZHAW) – Flavien Gousset (Creator)
Workshop: Deepfakes auf der Spur: Wie erkennen wir, was echt ist? KI-generierte Bilder, Videos und Stimmen werden immer realistischer und damit schwieriger zu erkennen. Was bedeutet das für den Journalismus und für eine Gesellschaft, in der wir unseren Augen und Ohren nicht mehr vorbehaltlos trauen können? Jan Ludwig, Leiter Osint bei der NZZ, zeigt anhand konkreter Fälle, wie Deepfakes und manipulierte Inhalte entlarvt werden können. Ausserdem ordnet Patric Raemy von der Universität Fribourg ein, wo die ethischen Grenzen im Journalismus betreffend Einsatz/Integration von Deepfakes für Nachrichten liegen.

Mit: – Jan Ludwig (NZZ) – Patric Raemy (Uni Fribourg)
17.25 bis 17.55Wie weiter mit den Sonntagszeitungen? Wie attraktiv ist die Sonntagszeitung noch? Braucht es den Sonntag als Erscheinungstag überhaupt oder liegt die Zukunft in einem starken Wochenendprodukt? Und was planen die drei grossen Player der Deutschschweiz?

Moderation: Reto Vogt (MAZ)
Mit: – Beat Balzli (NZZaS), – Reza Rafi (Sobli) – Doris Kleck (CH Media) – Arthur Rutishauser (Sonntagszeitung)
18.00 bis 19.00  Bier, Softdrinks und Snacks